Wie erfolgt die Diagnose und Therapie einer chronischen Borreliose?

Neben der Anamnese und Untersuchung umfasst die Standarddiagnostik die Bestimmung von Antikörpern gegen Borrelien sowie deren Differenzierung in einzelne Banden (sog. Western Blot). Dadurch erhält man Aufschluss darüber, ob überhaupt eine Infektion stattgefunden hat und über den ungefähren Zeitpunkt der Infektion (Wochen oder Jahre zurückliegend). Zu beachten ist dabei, dass einige Menschen offensichtlich keine Antikörper ausbilden, obwohl eine chronische Infektion vorliegt. Des Weiteren erlaubt diese Untersuchung keine Aussage darüber, ob die Infektion zum aktuellen Zeitpunkt aktiv und (antibiotisch) behandlungsbedürftig ist, oder ob es sich um eine zwar chronische, aber zurzeit inaktive Infektion handelt. Um diese Frage zu beantworten, bedarf es weiterer Labortests (z. B. LTT und CD57-Wert). Ebenso kann eine bioenergetische Diagnostik eine aktuelle Borrelienbelastung sowie Ko-Infektionen (v. a. mit Viren) und andere begünstigende Kontextfaktoren nachweisen.

Für die Therapie ist die folgende Differenzierung enorm wichtig:
  • Handelt es sich bei einer uncharakteristischen Symptomatik überhaupt um eine Borreliose-Erkrankung?
  • Wenn eine chronische Infektion vorliegt, ist diese zurzeit aktiv oder inaktiv?
  • Welche zusätzlichen Belastungen (Ko-Infektion, Immunschwäche, Schwermetallbelastungen usw.) liegen vor?

Bei einer chronisch nicht-aktiven Borreliose stehen die symptomatische Behandlung sowie die Behandlung der zusätzlichen Belastungen und die Immunsystemstärkung im Vordergrund. Dazu ist eine bioenergetische Diagnosestellung unumgänglich. Erst dadurch können diese Belastungen erkannt und einer Therapie zugänglich gemacht werden. Des Weiteren ist nur so eine gezielte Auswahl immunstärkender Maßnahmen möglich. Dem Ziel einer langfristigen Heilung kommt man nur näher, wenn der Körper wieder in die Lage versetzt wird, die Infektion und deren Folgen von sich aus in den Griff zu bekommen.

Dies gilt natürlich auch für eine chronisch aktive Borreliose. In diesem Fall ist jedoch oft eine längerfristige Behandlung mit Antibiotika nach den Leitlinien der Deutschen Borreliosegesellschaft oder ein umfassendes phytotherapeutisches Behandlungskonzept notwendig. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Vorbeugung und ggf. Behandlung von Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie, vor allem auf den Darm und das Immunsystem.

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